Donnerstag, 14. April 2011
Journalistische Logik
klardeutsch, 14:30h
Es gibt leider eine Tendenz von Journalisten, ihre schönen Sätze nicht logisch zu Ende zu denken. Oder sie überhaupt zu durchdenken. So findet sich in einem, na, sagen wir Westerwelle-kritischen Stück auf Süddeutsche.de folgender Satz:
"Weil es der Nato-Mission in Libyen an sichtbaren Erfolgen mangelt und die Rebellen weiterhin nach Hilfe rufen, wächst innerhalb der Allianz der Ärger - auch auf Deutschland."
Es gäbe jetzt allen Grund, diese Situation im Folgenden des Textes zu analysieren. Das geschieht aber nicht. Er fragt nicht:
Warum ist Deutschland Schuld, wenn es der Nato bei einem Einsatz an Erfolg mangelt, den Deutschland abgelehnt hat?
Wäre es nicht eher eine Bestätigung für Deutschlands Haltung, wenn der Erfolg der Einsätze ausbleibt?
Warum wächst der Ärger auf Deutschland, wenn in Libyen die Rebellen nach mehr Luftschlägen rufen?
Wäre Deutschland auch Schuld, wenn die Luftschläge intensiviert werden und dabei Zivilisten zu Tode kommen?
Man kann ja gerne anderer Ansicht sein als Westerwelle. Aber Geraune statt Logik überzeugt niemanden.
"Weil es der Nato-Mission in Libyen an sichtbaren Erfolgen mangelt und die Rebellen weiterhin nach Hilfe rufen, wächst innerhalb der Allianz der Ärger - auch auf Deutschland."
Es gäbe jetzt allen Grund, diese Situation im Folgenden des Textes zu analysieren. Das geschieht aber nicht. Er fragt nicht:
Warum ist Deutschland Schuld, wenn es der Nato bei einem Einsatz an Erfolg mangelt, den Deutschland abgelehnt hat?
Wäre es nicht eher eine Bestätigung für Deutschlands Haltung, wenn der Erfolg der Einsätze ausbleibt?
Warum wächst der Ärger auf Deutschland, wenn in Libyen die Rebellen nach mehr Luftschlägen rufen?
Wäre Deutschland auch Schuld, wenn die Luftschläge intensiviert werden und dabei Zivilisten zu Tode kommen?
Man kann ja gerne anderer Ansicht sein als Westerwelle. Aber Geraune statt Logik überzeugt niemanden.
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pantero,
Sonntag, 8. April 2012, 10:47
Und genau aus diesem Grund entsteht die allgemeine Meinung der Bevölkerung, dass "der Staat doch scheiße ist", "die Politiker schuld sind", "keine Ausbildungsplätze vorhanden sind", "Arbeitslose zu wenig Geld bekommen"...die Liste von oberflächlichen Meinungsäußerungen ließe sich fortführen. Die Presse kann mit solchen Mitteln Meinungen steuern und diese Macht hat sie leider schon längst erkannt.
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