Freitag, 5. Februar 2010
Wie relevant sind Blogs?
klardeutsch, 16:17h
Nico Lumma hat in seinem Blog die Frage gestellt, warum Blogs in Deutschland nicht relevant sind.
http://bit.ly/aHZcPm
Dass Blogs weitgehend irrevant sind, damit hat er Recht. Die meisten Blogger, die sich als publizistisch verstehen, beschäftigen sich mit drei Themen (wie übrigens ein Blick auf rivva an einem durchschnittlichen Tag zeigt):
1. das Bloggen. Das ist überhaupt das liebste Thema. Übers Bloggen können Blogger gar nicht lange und ausführlich genug bloggen.
2. den Untergang der alten Medien und wie toll das ist. Jeder Recherchefehler wird zum Menetekel ("und noch in der selben Nacht ward Belsazar umgebracht").
3. irgendwas mit Technik und Internet.
Carta hat angesicht der Kritik von Lumma zehn Beispiele für tolle Blogartikel gebracht, darunter: die persönliche Befindlichkeit von Thomas Knüwer bezüglich des DJV, irgendwas von Stefan Niggemeier übers Twittern, was Witziges über ein beschmiertes CDU-Plakat, ein unglaublich investigatives Stück über eine falschen Vornamen von Guttenberg, eine Betrachtung über Leute, die man als Nerds bezeichnet (s.o. irgendwas mit Internet und Technik) Das meiste: Petitessen!
http://bit.ly/aT6Zf6
Haben die bei Carta keine Analyse der Ursachen der Wirtschaftkrise gefunden? Keinen Beitrag, der sich fragt, warum die Deutsche Bank wieder fünf Milliarden Euro verdient, kein Blog, das steuersündige Milionäre aufdeckt, keine Reportage aus Afghanistan, die den Einsatz der Bundeswehr dort beleuchtet, keinen Hintergrund über islamistischen Terror..? Könnte endlos so weitergehen.
Das dürfte nicht zuviel verlangt sein - alle die geraden erwähnten Geschichten habe ich in der heutigen Ausgabe zweier Qualitätstageszeitungen entdeckt, die auf meinem Tisch liegen.
Es liegt nahe, dieses Missverhältnis in Relation zu den Kommentaren zu setzen, die sich in den beiden Blogs zu den Einträgen finden. Dort wird nämlich von vielen Autoren hervorgehoben, welche unglaublichen Chancen der Partizipation und Meinungsäußerung Blogs und Internet bieten.
Steuerflüchtige Milliardäre, Bank-Vorstände und Kriegsminister werden sich die Hände reiben, dass die Blogosphäre ihre Kräfte ins Bloggen übers Bloggen, ins Twittern übers Twittern und in die Enthüllung eines falschen Vornamens des Verteidigungsministers steckt.
http://bit.ly/aHZcPm
Dass Blogs weitgehend irrevant sind, damit hat er Recht. Die meisten Blogger, die sich als publizistisch verstehen, beschäftigen sich mit drei Themen (wie übrigens ein Blick auf rivva an einem durchschnittlichen Tag zeigt):
1. das Bloggen. Das ist überhaupt das liebste Thema. Übers Bloggen können Blogger gar nicht lange und ausführlich genug bloggen.
2. den Untergang der alten Medien und wie toll das ist. Jeder Recherchefehler wird zum Menetekel ("und noch in der selben Nacht ward Belsazar umgebracht").
3. irgendwas mit Technik und Internet.
Carta hat angesicht der Kritik von Lumma zehn Beispiele für tolle Blogartikel gebracht, darunter: die persönliche Befindlichkeit von Thomas Knüwer bezüglich des DJV, irgendwas von Stefan Niggemeier übers Twittern, was Witziges über ein beschmiertes CDU-Plakat, ein unglaublich investigatives Stück über eine falschen Vornamen von Guttenberg, eine Betrachtung über Leute, die man als Nerds bezeichnet (s.o. irgendwas mit Internet und Technik) Das meiste: Petitessen!
http://bit.ly/aT6Zf6
Haben die bei Carta keine Analyse der Ursachen der Wirtschaftkrise gefunden? Keinen Beitrag, der sich fragt, warum die Deutsche Bank wieder fünf Milliarden Euro verdient, kein Blog, das steuersündige Milionäre aufdeckt, keine Reportage aus Afghanistan, die den Einsatz der Bundeswehr dort beleuchtet, keinen Hintergrund über islamistischen Terror..? Könnte endlos so weitergehen.
Das dürfte nicht zuviel verlangt sein - alle die geraden erwähnten Geschichten habe ich in der heutigen Ausgabe zweier Qualitätstageszeitungen entdeckt, die auf meinem Tisch liegen.
Es liegt nahe, dieses Missverhältnis in Relation zu den Kommentaren zu setzen, die sich in den beiden Blogs zu den Einträgen finden. Dort wird nämlich von vielen Autoren hervorgehoben, welche unglaublichen Chancen der Partizipation und Meinungsäußerung Blogs und Internet bieten.
Steuerflüchtige Milliardäre, Bank-Vorstände und Kriegsminister werden sich die Hände reiben, dass die Blogosphäre ihre Kräfte ins Bloggen übers Bloggen, ins Twittern übers Twittern und in die Enthüllung eines falschen Vornamens des Verteidigungsministers steckt.
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